FCI-Standard N° 091 Spanischer Mastiff (Mastin Español)

Torote de los Lirones, genannt Oskar
Torote de los Lirones, genannt Oskar

 

Ursprung: Spanien

 

FCI-Klassifikation:

 

Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer-Molosser und Schweizer Sennenhunde

Sektion 2.2 Molosser, Berghunde. - Ohne Arbeitsprüfung

 

Name:

Spanischer Mastiff (Mastin Español).

Mastin aus Léon (Mastin Leonés),

Mastin der Extremadura (Mastin Extremeno),

Mastin der Mancha (Mastin Manchego).

 

 

Verbreitung:

 

Ganz Spanien, besonders in den Bergen und Alpen der Provinzen Asturien, Castilla und Leon dem Kantabrischen Gebirge, der Extremadura, sowie im allgemeinen alle Hochweiden und Gebiete, die von der Wanderschäferei betroffen sind. Ausnahme bilden die Pyrenäen von Aragon und Naverra sowie die Gebietes der Monegros, wo der Mastin de los Pirineos/Pyrenäenberghund verbreitet ist.

 

 

1. Erscheinung und Wesen:

 

Gesamtbeschreibung:

 

Der spanische Mastiff ist ein großer, schwerer, ebenmäßig gebauter Hund von ausgewogenen Proportionen, kräftig und muskulös, mit kompakten Knochengerüst, großem Kopf und halblangem Haarkleid.

Von liebevollem und sanftem Adel, tritt er Raubzeug und allem Fremden entschlossen entgegen, besonders wenn er Landgüter und Vieh bewacht und verteidigt. Sein Bellen ist rau, schwer und tief und wegen seiner Stärke weithin vernehmbar.

Es handelt sich um einen sehr intelligenten und gleichzeitig schönen Hund; beide Eigenschaften zeigen sich in seinem Ausdruck.

In seinem Benehmen zeigt er sich als selbstsicherer Hund, der seine Kräfte dosiert anwendet, da er um seine enorme Kraft weiß.

 

Schulterhöhe:

Nach oben unbegrenzt, wobei größere Exemplare innerhalb harmonischer Proportionen bevorzugt werden.

 

Mindestgrößen:

Rüden: 77 cm. - Hündinnen: 72 cm.

Es ist anzustreben, dass diese Mindestgrößen deutlich übertroffen werden, so dass Rüden 80 cm und Hündinnen 75 cm überschreiten.

 

Gestalt:

Nicht ganz quadratisch, so dass die Körperlänge die Schulterhöhe übertrifft. Proportion und funktionelle Harmonie in Stand und in der Bewegung sind das angestrebte Ziel.

 

Verwendung:

Bewachen und Verteidigen. Übermäßig scheue, feige oder unausgeglichene Tiere sind aus der Zucht zu nehmen. Die Rasse ist fest mit der Wanderschaftshaltung und besonders mit den Merinoschafen verbunden, die sie schon in den Zeiten der mittelalterlichen Schafzuchtverbände (Mesta) begleitete und sie überall dort gegen den Wolf und anderes Raubzeug verteidigte, wo die Herden zogen oder sich zur Weide aufhielten. Auch heute begleitet die Rasse in ihrer überlieferten Funktion Herden auf der Wanderschaft und auf der heimatlichen Weide. Daneben ist ihre Aufgabe das Bewachen und Verteidigen von Häusern auf dem Lande, Personen und Grundstücken.

 

 

2. Kopf:

 

Gesamtbeschreibung:

Groß, stark, in der Form eines Pyramidenstumpfes mit breiter Basis. Dar Verhältnis Schädellänge - Fang ist 6: 4. Von oben gesehen ist die Gesamterscheinung von Fang und Schädel quadratisch und gleichmäßig ohne zu starke Einschnürung beim Übergang vom Fang zu den Schläfen. Mäßig divergierende Linien vorn Fang zum Schädel.

 

Schädel:

Breit, kräftig, im Profil gesehen wenig aufgewölbt, eher breiter als lang. Betontes Hinterhauptbein.

 

Stop:

Leicht, wenig ausgeprägt.

 

Fang:

In Profil gesehen gerade. Von hinten gesehen fast rechteckig, zur Nase hin allmählich sich verjüngend, bei weiterhin deutlicher Breite. Auf keinen Fall spitz zulaufend.

 

Nasenschwamm:

Schwarz, feucht, groß und breit.

 

Lefzen:

Die oberen bedecken gut die unteren; die unteren mit üppigen Schleimhäuten, ebenso an den Mundwinkeln. Die Schleimhäute müssen schwarz sein.

 

Zähne:

Weiß, stark und gesund. Große, spitze und gut fassende Fangzähne. Starke, mächtige Molaren. Schneidezähne eher klein, Scherengebiß. Alle Prämolaren sind vorhanden.

 

Augen:

Im Verhältnis zum Schädel klein, mandelförmig, vorzugsweise dunkel, haselnußfarben. Aufmerksamer, sanfter und intelligenter Blick voll Adel, von großer Strenge gegenüber Fremden.

 

Augenlider:

Dick, schwarz pigmentiert. Das untere Lid lässt einen Teil der konjunktiven sehen.

 

Ohren:

Mittelgroß, hängend, dreieckig, glatt. Oberhalb der Augenlinie angesetzt. In der Ruhelage hängend und an den Wangen anliegend, ohne sich zu sehr an den Schädel anzulehnen. In der Erregung vom Gesicht abstehend, teilweise aufgerichtet im hinteren oberen Drittel. Nicht kupiert.

 

Gaumen:

Schwarz mit deutlichen Rippen.

 

 

3. Hals:

 

In der Form eines Kegelstumpfes, breit, kräftig, gut bemuskelt, wendig. Dicke, lose Haut. Stark entwickelter doppelte Kehlwamme.

 

 

4. Rumpf:

 

Gesamteindruck:

Rechteckig. Stark und robust, zeigt die enorme Kraft, aber wenig und beweglich.

 

Widerrist:

ausgeprägt.

 

Rücken:

stark, gut bemuskelt, Rippen mit weiten Zwischenräumen, gut aufgewölbt, nicht flach. Das Verhältnis Schulterhöhe - Mindesbrustumfang ist ungefähr

3 : 4. Lende lang, breit und kräftig, zu den Weichen hin schmaler werdend.

 

Kruppe:

Breit und stark. Etwa 45° gegen die Rückenlinie und die Horizontalegeneigt. Höhe wie an der Schulter.

 

Rückenlinie:

Gerade, waagerecht, auch in der Bewegung.

 

Brust:

breit, tief, gut bemuskelt, mächtig. Ausgeprägtes Brustbein.

 

Bauch und Flanken:

Bauch wenig aufgezogen, Weichen heruntergezogen, breite Flanken.

 

 

5. Rute:

 

Am Ansatz sehr dick, weder zu hoch noch zu tief angesetzt. Stark, biegsam und länger behaart als andere Körperteile. In der Ruhelage niedrig getragen, die Sprunggelenke leicht erreichend, im letzten Viertel manchmal umgebogen. In der Bewegung und bei Erregung trägt der Hund die Rute säbelförmig, am Ende gedreht, aber nie ganz aufgebogen oder auf der Kruppe liegend.

 

 

6. Vorderhand:

 

Gesamteindruck:

Vollkommen senkrecht. Gerade und parallel von vorne gesehen. Der Unterarm ist dreimal so lang wie die Mittelhand. Starke Knochen mit kräftiger Mittelhand.

 

Schultern:

Schräg, sehr gut bemuskelt, länger als der Unterarm,

Winkel Schulterblatt- Oberarm: Etwa 100°

Winkel Oberarm- Unterarm: Etwa 125°

 

Mittelhand:

Von der Seite gesehen kaum geneigt. Sie ist praktisch die Fortsetzung des Unterarmes. Kräftige Knochen.

 

Füße:

Zehen katzenartig, eng stehend, Glieder stark, hoch und gut aufgeknöchelt. Nägel und Ballen robust und hart. Mäßig entwickelte behaarte Zwischenzehenhaut.

 

 

7. Hinterhand:

 

Gesamteindruck:

Kräftig, gut bemuskelt. Von der Seite gesehen angemessene Winkelungen. Von vorne und im Profil gesehen senkrecht; Sprunggelenke gerade, geeignet, um den Hund mit Leichtigkeit, Schwung und Eleganz den nötigen Schub zu geben.

 

Oberschenkel:

Stark und gut bemuskelt.

Winkel Becken- Oberschenkel: ca. 100°

Unterschenkel: Lange Laufknochen, gut bemuskelt, starke Knochen.

Winkel Oberschenkel- Unterschenkel: ca. 120°.

 

Sprunggelenke:

Ausgeprägt mit klar definierter Sehne.

Winkel im Sprunggelenk: Offen, etwa 130°.

 

Füße:

Katzenartig, fast oval. Einfache oder doppelte Wolfskrallen, die amputiert werden dürfen.

 

 

8. Bewegung:

 

Hauptsächlich Trab, harmonisch, kräftig und gerade. Kein Passgang.

 

 

 

9. Haut:

 

Elastisch, dick, reichlich, rosa mit dunkler Pigmentierung. Alle Schleimhäute schwarz.

 

 

10. Haarkleid:

 

Dicht, grob, halblang, glatt, auf dem ganzen Körper bis zwischen die Zehen. Man unterscheidet zwei Haararten, einmal das Deckhaar auf dem Rücken, zum anderen das Haar, das die Rippenpartie und die Flanken schützt. Kürzer an den Gliedmaßen und länger und seidiger an der Rute.

 

 

11. Farben:

 

Unterschiedlich, wobei Einfarbigkeit - gelb, löwenfarbig, rot, schwarz, wolfsgrau und hirschrot - zu bevorzugen ist. Auch kombinierte Farben wie gestromt, mit weißer Halskrause und gescheckt.

 

 

 

12. Fehler:

 

Leichte:

- Leichter Rammskopf im Profil gesehen.

- Fehlen eines Prämolaren, Zangengebiß.

- Schwache in der Bewegung verzerrte und wellenförmige Rückenlinie.

- Etwas schwache Mittelhand / Mittelfuß.

- Leichte Scheuheit.

 

Schwere (Schließen die Vergabe der Wertnote "Vorzüglich" aus):

- Spitzer Fang.

- Nicht- unfallbedingter Verlust von mehreren Prämolaren oder Fangzähnen.

- Senkrücken.

- Starke Überbautheit.

- Schwache oder krumme Stellung der Extremitäten.

- Sehr lose Ellenbogen in der Bewegung.

- Kuhhessigkeit im Stand und in der Bewegung.

- Gewelltes, gekräuseltes oder zu langes Haar.

- Kupierte Behänge oder Rute.

- Übermäßiges Entropium oder Ektropium.

- Unausgeglichenes Wesen, übermäßige Scheu oder Aggressivität.

- Schwache, lymphatische Erscheinung.

- Auf der Kruppe liegend getragene Rute.

 

Zuchtausschließende Fehler:

- Spaltnase.

- Jedweder Grad von Rückbiß (Unterbiß).

- Überstarker Vorbiß.

- Mangelnde Pigmentierung von Nasenschwamm und

- Schleimhäuten begleitet von hellen Augen.

- Monorchismus und Kryptorchismus.

 

N.B.: Rüden müssen zwei sichtlich normale, gut im Skrotum liegende Hoden aufweisen

Aktualisiert: Juli 2018

 

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